Frau wischt eine Glasablage im leeren Kühlschrank aus

Kühlschrank reinigen: in sechs Schritten frisch und aufgeräumt

Der Kühlschrank ist das Gerät, das wir am häufigsten öffnen und am seltensten gründlich putzen. Dabei reicht ein ruhiger halber Nachmittag, damit er wieder frisch riecht und du auf einen Blick siehst, was noch da ist. Hier ist die Reihenfolge, mit der es ohne Chaos auf der Arbeitsfläche klappt.

Wie oft ist sinnvoll?

Verschüttetes und Tropfen wischst du am besten sofort weg, dann trocknen sie nicht an. Eine kurze Runde mit Aussortieren und Abwischen der Fächer passt gut einmal im Monat, zum Beispiel vor dem Wocheneinkauf. Gründlich mit Ausräumen und allen Einsätzen reicht meist alle drei Monate.

Aufgeräumter Kühlschrank mit Glasbehältern und Gemüse im Gemüsefach

Vorbereitung: kühl bleiben

Plane die Reinigung dann, wenn der Kühlschrank ohnehin eher leer ist. Stell eine Kühltasche mit Kühlelementen bereit, damit empfindliche Lebensmittel nicht warm werden. Und nutze die Gelegenheit, um Abgelaufenes und Vergessenes auszusortieren.

In sechs Schritten zum sauberen Kühlschrank

  1. Ausschalten und ausräumen. Für eine gründliche Reinigung schaltest du das Gerät aus oder stellst es auf die niedrigste Stufe, wie es die Bedienungsanleitung vorsieht. Hat dein Gefrierfach eine Eisschicht, taust du es nach Anleitung ab.
  2. Einsätze herausnehmen. Glasplatten, Schubladen und Türfächer kommen in die Spüle. Lass kalte Glasplatten zuerst kurz Raumtemperatur annehmen, bevor warmes Wasser darauf kommt. Ein starker Temperaturunterschied kann Glas springen lassen.
  3. Einsätze spülen. Lauwarmes Wasser mit wenig mildem Spülmittel reicht. Gut abspülen und vollständig trocknen lassen.
  4. Innenraum auswischen. Von oben nach unten mit einem weichen, feuchten Tuch und einem milden Reiniger. Scheuernde Schwämme zerkratzen den Kunststoff und machen ihn anfälliger für neue Verschmutzungen.
  5. Ablaufloch und Dichtung nicht vergessen. An der Rückwand sammelt eine kleine Rinne das Tauwasser. Ist das Ablaufloch verstopft, bleibt Wasser stehen und kann unangenehm riechen. Reinige es vorsichtig mit einem Wattestäbchen oder dem Werkzeug, das dem Gerät beiliegt. Die Türdichtung wischst du Falte für Falte aus.
  6. Trocknen, einschalten, einräumen. Alles trocken reiben, Gerät wieder einschalten und kurz abkühlen lassen, bevor die Lebensmittel zurückkommen.

Ordnung, die hält

Wer beim Einräumen ein System hat, putzt seltener. Eine bewährte Aufteilung:

  • Oben: Angebrochenes, Reste und Fertiges, das bald gegessen wird.
  • Mitte: Milchprodukte und Käse.
  • Unten, direkt über dem Gemüsefach: rohes Fleisch und Fisch, gut verpackt oder in einer Schale. Dort ist es meist am kältesten, und nichts kann auf andere Lebensmittel tropfen.
  • Gemüsefach: Gemüse und Früchte, die Kälte vertragen.
  • Tür: Getränke, Saucen und Butter, denn hier ist es am wärmsten.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt, Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte im Kühlschrank bei unter 5 Grad zu lagern. Ein einfaches Kühlschrankthermometer zeigt dir, ob deine Einstellung stimmt.

Gegen Gerüche

Meist steckt hinter einem schlechten Geruch ein vergessenes Lebensmittel oder ein verstopfter Tauwasserablauf. Beides verschwindet mit der Reinigung oben. Viele stellen danach ein offenes Schälchen mit Natron in ein Fach, um den Kühlschrank frisch zu halten. Wichtiger ist aber: Lebensmittel gut verschliessen und regelmässig aussortieren.

Auch von aussen und hinten

Griffe, Tür und Oberseite wischst du bei jeder Küchenrunde mit. Staub auf dem Lüftungsgitter oder an der Rückseite kann die Kühlleistung beeinträchtigen. Entferne ihn gelegentlich so, wie es die Anleitung empfiehlt, und ziehe dafür vorher den Stecker. Die ganze Küche in einem Durchgang erklärt Küche reinigen: meine Reihenfolge.

Weniger Mittel, mehr Wirkung: Welche milden Reiniger für Kühlschrank und Küche passen, zeigt dir deine Beraterin gerne. Schreib ihr auf WhatsApp.

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